Überzeugender Heimsieg zum Saisonabschluss Drucken E-Mail
30. Spieltag, NOFV-Oberliga Nord
SV Germania 90 Schöneiche - Lichtenrader BC 5:2 (4:0)

SCHÖNEICHE: Daniel Klose - Sebastian Creutzberg, Paul Mitscherlich, Jan Arndt, David Karlsch, Marinko Becke, Tom Schulz, Dmytro Shlyakhta, Matthias Manteufel, Tobias Scharlau, Roland Richter (46. Gordon Karras).
LICHTENRADE: Dennis Rahden - Franz Schwanitz, Oliver Gruse (46. Marcel Heimann), Tom Franke, Marcus Spitzer, Dominique Robrahn, Fatih Turan (46. Mario Diederitz), Kevin Becker (46. Manuel Knop), Dennis Wegner, Yannick Woithe, Dennis Dort.
TORE: 1:0 Roland Richter (5.); 2:0 Tobias Scharlau (17.); 3:0 Sebastian Creutzberg (20.); 4:0 Matthias Manteufel (36.); 4:1 Yannick Woithe (52.); 4:2 Yannick Woithe (54.); 5:2 Tobias Scharlau (79.)
SR: Andreas Kasenow (Gera) - Assistenten: Steffen Reichenbächer, Stefan Prager.

(MOZ) Mit einem souveränen 5:2 (4:0)-Erfolg gegen den Lichtenrader BC schlossen die Fußballer von Germania Schöneiche am Sonnabend das Buch der Saison 2009/10. Während die Gäste aus Berlin nun in die Abstiegsrelegation der Tabellen-14. aus Nord und Südstaffel gegen Gera müssen, blieb Schöneiche auf Platz neun.
 
Eine 4:0-Führung zur Halbzeit las sich für die Schöneicher ungewohnt auf der Anzeigetafel. Die Gäste gaben eine so desolate Vorstellung ab, dass der Schöneicher A-Jugend-Fanblock nach gut einer halben Stunde bereits anstimmte: „Nur noch sechs“. Keine Lauffreude, schwache Zweikampfführung – die Südberliner ließen alles vermissen. Gab es doch mal eine Möglichkeit, folgte ein kläglicher Abschluss. Dennis Dort vertändelte gleich dreimal. Kein Wunder, dass LBC-Coach Detlef Garz die Hutschnur hochging. „Das war charakterlos von meiner Mannschaft.“
Die Schöneicher nutzten das dilettantische Gekicke ihres Gegners konsequent. „Wir haben so Fußball gespielt, wie ich mir das vorstelle und hatten eine hohe Effektivität“, freute sich Trainer Dirk Berger. Richter eröffnete den Torreigen nach Pass von Schulz (4.), der kurz darauf gegen Dort auf der eigenen Linie rettete (8.). Danach war der leichtfüßige Scharlau selbst von drei, vier Lichtenradern nicht zu stoppen. Richters Schuss nach seiner Vorlage, blockte noch Schwanitz (12.), ehe Scharlau kurz darauf selbst, nach sehenswertem Zusammenspiel mit Becke, zum 2:0 vollendete. Nach Ballverlust eröffnete Germanias-Verteidiger Creutzberg mit einem Diagonalball den Konter, lief selbst bis in den LBC-Strafraum und versenkte freistehend eine Becke-Flanke zum 3:0. Vorm vierten Treffer wurde Manteufel unglücklich angeschossen, verlud dann Rahden und schob ein (35.).
Nach der Pause schaltete Schöneiche einen Gang zurück. „Da muss das Team noch lernen, mit dem Erfolg umzugehen“, sagte Berger. Lichtenrade fand nach drei Wechseln zur Pause besser ins Spiel. Woithe riss mit einem Doppelpack die Germania aus dem Schlaf. Ein Solo von Becke, der am starken Rahden scheiterte (57.), diente als endgültiger „Hallo Wach-Effekt“. Schöneiche griff, von Schljachta und Manteufel dirigiert, an, der LBC wackelte wieder. Mehr als zwei Höhepunkte gab die Partie indes nicht her. Erst knallte Karlsch den Ball an die Latte (78.), dann gewann Scharlau das Stocherduell um den Abpraller gegen drei Lichtenrader und kickte das Leder wie einst Grafite gegen Bayern mit der Hacke zum Endstand ins Netz.
Für den 22-Jährigen war es das letzte Tor im Trikot der Randberliner. „Das Jahr ist für mich und die Mannschaft gut gelaufen. Aber es ist an der Zeit den nächsten Schritt zu machen. Ich möchte in einer höheren Liga spielen“, denkt Scharlau an Engagements in der 3. Liga oder Regionalliga.